Diesel-Gipfel

Diesel-Gipfel – 2 Beteiligte, 3 Sieger
und ein Verlierer

War das der Startschuss für die Elektromobilität?

Um- und Nachrüstungen, Softwareupdates, Hardwareupdates, mögliche Fahrverbote und mehr standen vor dem Diesel-Gipfel in Berlin zur Debatte. Dabei kamen Politik und Autoindustrie zusammen, um über Maßnahmen und die Zukunft zu diskutieren. Das Ergebnis ist, dass Autohersteller 5,3 Millionen Fahrzeuge mit einer speziellen Software nachrüsten. Weiter im Gespräch befinden sich Prämien-Modelle für Dieselautos mit Euro-3 und Euro-4 Abgasnorm, welche von der Automobilbranche finanziert werden sollen. Es wurden Rabatte beim Kauf eines neuen, saubereren Wagens angekündigt. Der „National Fond Mobilität“ soll von Bund und den Automobilherstellern zusammen gefüllt werden. Dieser soll dann dazu verwendet werden, um Infrastrukturmaßnahmen und den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel zu finanzieren.

Und die Förderungen gehen noch weiter

In der Abschlusserklärung heißt es außerdem, dass E-Busse im ÖPNV gefördert werden sollen, sowie die Anschaffung emissionsarme städtische Nutzfahrzeuge und Taxis. Der Ausbau der privaten und öffentlichen Ladestruktur für Elektromobilität steht ebenfalls auf der Förderungsliste. Der öffentliche Verkehr soll durch einheitliche, digitale Tickets gefördert werden, sowie durch den Ausbau des Schienenverkehrs. Der Radverkehr im Allgemeinen soll gefördert werden, genauso wie die Landstromversorgung für Schiffe. Im Gesamten betrachtet sind dies alles sinnvolle und einleuchtende Maßnahmen, welche aber auch schon davor notwendig waren und im Grunde aber nichts mit dem Diesel-Gipfel im Besonderen zu tun hatten. So waren sich auch alle Beteiligten einig, dass Diesel-Fahrverbote unbedingt zu vermeiden sind.

 

Nach unserer Auffassung sieht das Endergebnis des Diesel-Gipfel so aus:

  1. Sieger sind… die Automobilhersteller.

Durch den Beschluss, dass „nur“ ein Software-Update nachgerüstet wird, entfallen die oft thematisierten und teuren Hardware Nachrüstungen. BMW hat bereits in der Praxis bewiesen, dass durch ein Harnstoffsystem und einen Stickoxid-Speicher auch gute Werte bei Straßenmessungen erzielt werden können. Doch das Nachrüsten würde ca. 1.500 bis 2.000 Euro pro Fahrzeug kosten und nicht wie das Software-Update 50 Euro. Im Gegensatz zu Amerika müssen Autohersteller in Deutschland keine Fahrzeuge zurücknehmen. Auch Schadenersatzzahlungen für falsche Angaben oder Restwertverluste bei alten Fahrzeugen wurden keine beschlossen.

  1. Sieger ist… die Politik.

Mit dem Diesel-Gipfel und seinen Ergebnissen hat sie vermeintlich bis zuletzt gut verhandelt. Man konnte auf der einstündigen Pressekonferenz gute Ergebnisse vorstellen. Das war im Vorfeld so nicht erwartet worden. Die breite Öffentlichkeit rechnete sehr konservativ nur mit Softwareupdates und ggf. Fahrverboten. Die gefundene Lösung geht laut Politik weit über ein einfaches Software-Update hinaus und Fahrverbote konnten verhindert werden. Der Staat füllt die Töpfe für den Ausbau der Infrastruktur, wobei sogar Fahrräder mit inbegriffen sind. Zudem werden weiter öffentliche Verkehrsmittel gefördert. Die eigene Fahrzeugflotte soll in Zukunft auf emissionsarme Fahrzeuge umgestellt werden. Weiter konnte die Automobilindustrie zur Dynamisierung der Umstellung auf Elektromobilität bewegt werden. Denn es wurden attraktive Angebote für Fahrer alter Diesel-Autos geschaffen, sich ein Neufahrzeug anzuschaffen. Am besten ein gefördertes E-Fahrzeug (was natürlich so gar nicht das Interesse der Automobilwirtschaft war).

  1. Sieger sind… die Fahrer von alten Dieselfahrzeugen

Sie haben den Sprung auf das Siegertreppchen gerade noch geschafft. Wurden bis jetzt immer als Verlierer betitelt. Das sehen wir anders. Denn der wohl wichtigste Punkt, der für Diesel-Besitzer beschlossen wurde, war, dass es keine Fahrverbote geben soll. Somit müssen sie sich für die Zukunft erstmal keine Sorgen mehr machen und können unbeschwert in alle Städte fahren. Weiter sind die Nachrüstungen keine langwierigen Umbauten, sondern einfach aufzuspielende Software-Updates. Der aktuelle Wertverlust der Fahrzeuge wird wenigstens teilweise durch die Dynamisierung von neuen Angeboten ein Stück weit kompensiert.

Doch wer hat verloren?  – Alle, die an ein marktwirtschaftliches System glauben und danach handeln.

Alle Unternehmen, die in direktem Wettbewerb zur Automobilbranche stehen. Warum gibt es bei uns keine Firmen wie Tesla? Warum ist es für die Anbieter von zentralen Beförderungsmitteln (z.B. Bahn- und öffentliche Verkehrsmittel) so schwer schwarze Zahlen zu schreiben?  Was ist mit all den kleinen und mittelständischen Firmen, die nicht direkt von der Automobilindustrie profitieren? Was ist mit den Menschen, die aufgrund hoher Feinstaubbelastungen krank geworden sind und den dadurch entstandenen Schaden am Gesundheitssystem. (Und die Risiken sind auch schon länger bekannt: http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/feinstaub-gesundheitsrisiko-100.html Das weiß auch die Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/08/2016-08-25-luftverschmutzung-feinstaub.html)

Wie hoch wäre der Wettbewerbsvorteil zu beziffern? – Man weiß es nicht.

Vielleicht möchte man es auch gar nicht wissen. Fakt ist, die Hersteller der Fahrzeuge, die Thema des Dieselgipfels waren, haben sich durch die Umstände wie die Fahrzeuge die in den Verkauf gelangt sind unglaubliche Wettbewerbsvorteile geschaffen. Der Schaden, den andere Firmen aufgrund entgangener Umsätze erlitten haben, wurde nie beziffert oder wenigstens versucht abzuschätzen. Fakt ist auch, dass wenigstens der ein oder andere Käufer dieser Fahrzeuge über Alternativen nachgedacht hätte, wären die Angaben korrekt gemacht worden. Manche Fahrzeuge hätten nicht einmal die grüne Plakette erhalten. Andersherum gedacht, wären die technischen Voraussetzungen geschaffen worden, die vorgegebenen Werte auch einzuhalten, wären die Fahrzeuge deutlich teurer gewesen.

Durch die im Diesel-Gipfel beschlossenen Maßnahmen wurden wettbewerbsverzerrende Umstände geduldet und kaum sanktioniert, deren Schaden noch niemand beziffert hat. Trotz dem begangenen Verstoß gegen die Umweltschutzauflagen wurden keine Entschädigungen und Wiedergutmachungen gefordert. Im Gegenteil es wurden sogar noch spezielle Förderungen für die Autoindustrie geschaffen, indem neue und emissionsarme Modelle gefördert werden. Durch die Manipulation in der Vergangenheit konnte die Automobilbranche sowohl große Einsparungen erzielen, als auch höhere Umsätze realisieren. Dieses Geld wurde z.B. auch genutzt, um Fachkräfte in die Unternehmen zu locken und zu halten. Ein weiterer Nachteil für alle anderen Unternehmen, denen diese Fachkräfte fehlen.

 

Ein Gedankenexperiment:

Was wäre mit einem 400-1.000-Mann Betrieb passiert, der sich so einen Skandal geleistet hätte, aber nicht „systemrelevant“ ist? Es ist anzunehmen, dass das Unternehmen noch eine große Schlagzeile in unseren Medien erhalten hätte, dann ein mahnendes Exempel statuiert worden wäre und es anschließend ganz einfach vom Markt verschwunden wäre. Man denke nur an Müllerbrot (http://www.br.de/nachrichten/muellerbrot-skandal-chronologie-100.html). Wir betonen an dieser Stelle ausdrücklich, dass wir hinter den getroffenen Maßnahmen stehen und es nicht unsere Absicht ist, diesen Skandal zu verharmlosen oder mit „Diesel-Gate“ gleich zu setzen. Aber diese Art von Wettbewerbsverzerrung darf in einer Marktwirtschaft eigentlich nicht hingenommen werden. Denn es stärkt garantiert nicht die Motivation und Zuversicht zukünftiger Unternehmer ihr eigenes Kapital aufs Spiel zu setzen, um in einem bereits etablierten Markt Fuß zu fassen. Doch genau dieser Wettbewerb fördert Innovationen verschafft Verbrauchern faire Preise.

 

Das Ende des Diesels?

Der Diesel-Gipfel wurde nicht das Ende des Diesels, aber vielleicht der Anfang vom Ende. Definitiv aber der Startschuss für alternative Antriebsformen. Gerade große Städte leiden unter einer zu hohen Feinstaubbelastung, das heißt, Diesel sollten in der Zukunft ganz von den Straßen verschwinden. Die Förderung von Elektromobilität soll als Anlass genommen werden, die Umstellung noch schneller voran zu bringen. Denn wenn Deutschland weiter als Führender in der Automobilbranche gelten will, muss stark aufgeholt werden. Andere Länder machen es bereits vor. London will sind bis 2040 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr erlauben (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/grossbritannien-diesel-und-benzinautos-sollen-ab-2040-verboten-sein-a-1159715.html). Dazu zählen auch Hybride. Diesem Ziel hat sich Frankreich angeschlossen und will mitziehen. Es sollte inzwischen allen klar sein, dass der bisher entstandene Imageschaden nicht mehr zu reparieren ist.

Die nächsten 10-15 Jahren spricht der monetäre Aspekt für eine weitere Nutzung von Dieselfahrzeugen, ebenso wie der Vorteil des geringeren CO2-Austoßes. Doch der monetäre Vorteil wird immer geringer werden und der Imageschaden immer größer. Spätestens wenn der Imageschaden durch die Nutzung eines Diesel- oder Benzinfahrzeugs höher ist als der Vorteil von geringeren Kosten für den Besitzer, hat der Diesel und vielleicht auch der Benziner seine Daseinsberechtigung verloren.

Fachkräfte – Ein rares Wirtschaftsgut

Fachkräfte – Ein rares Wirtschaftsgut

Fachkräfte und deren Mangel ist nicht erst seit gestern ein Problem und kommt auch nicht unerwartet. Bereits mehrere Jahre warnen Wissenschaftler vor möglichen Engpässen in für unterschiedliche Berufsgruppen. Termingetreue Abwicklungen von Aufträgen wird für immer mehr Unternehmen zu einer Herausforderung. Es mangelt an Fachkräften, die eigene Ausbildung liegt schon zu weit zurück und der Stellenmarkt bietet ebenfalls keine Lösung. Doch in welchen Berufen gibt es diesen Mangel tatsächlich? Und lohnt es sich eventuell sogar umzuschulen?

Wer ist Betroffen

Betroffen vom aktuellen Mangel an Fachpersonal sind nicht mehr nur wie früher der Maschinenbau und das Ingenieurswesen, sondern auch die Gastronomie, das Gesundheitswesen, die IT-Branche oder die Elektrotechnik. Auch Architektur- und Ingenieurbüros, das Ausbaugewerbe, Verkehrsdienstleister, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer suchen neue und qualifizierte Mitarbeiter. Die nächsten Jahrzehnte wird sich dieses Problem wohl noch verschärfen. Durch den demographischen Wandel in Deutschland wird das Erwerbspotential, also die theoretische Gesamtzahl an Personen die in der Lage sind zu arbeiten, bis 2025 um ca. 6,5 Millionen Menschen senken. Somit nimmt auch der Mangel an Fachleuten zu.

Ausbildung oder Studium

Immer mehr Menschen studieren in Deutschland. Die Anzahl der Studierenden an Hochschulen in Deutschland vom Wintersemester 2002/2003 betrug ca. 1,9 Millionen.  Im Wintersemester 2016/2017 waren nach vorläufigen Ergebnissen bereits 2,8 Millionen Studierende immatrikuliert. Doch auch wer nicht studiert hat immer bessere Chancen auf einen gesicherten Arbeitsplatz. Denn besonders im Maschinenbau oder der Elektrotechnik sind Facharbeiter mit einer guten Ausbildung gefragt. Der Gesundheitssektor im Bereich Pflege sucht massiv nach geeignetem Fachpersonal. Und auch für diesen Beruf wird kein Studium oder anderer akademischer Abschluss benötigt. Sollte man sich bei seiner Studium Wahl für keins der gefragten Fächer entschieden haben, ist es derzeit nicht sicher, ob man als Akademiker seinen Traumjob sofort oder überhaupt findet. Es lohnt sich also eine genaue Überlegung, ob nicht die mittlere Reife und eine 2-3 jährige vergütete Ausbildung genügen. Oder ob es unbedingt das Abitur und nochmal drei bis fünf Jahre Studium ohne ein Einkommen sein müssen.

Umschulen kann sich lohnen

Wenn man sich dazu entschlossen hat, eine Umschulung anzugehen, gibt es wie bei der Ursprünglichen Berufswahl viele Faktoren die in die endgültige Entscheidung mit einwirken. Natürlich zählt die persönliche Vorliebe, aber auch die Berufsaussichten des jeweiligen Berufes spielen eine zentrale Rolle. So kann die Umschulung eine zweite Chance auf eine aussichtsreiche Karriere sein. Dabei kann man sich ganz besonders den Fachkräftemangel zunutze machen. Die Tätigkeit in einem verwandtem Beruf ermöglicht es einem ebenfalls, gute Chancen durch entsprechende Umschulungen oder Weiterbildungen Fuß in den Mangelberufen zu fassen. Einige der erforderlichen Zusatzqualifikationen können sogar neben beruflichen Tätigkeit erworben werden.

Gibt es Gegenmaßnahmen?

Die Maßnahmen der Bundesregierung wurden in fünf Sicherungspfade unterteilt:

  1. Aktivierung und Beschäftigungssicherung
  2. Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  3. Bildungschancen für alle von Anfang an
  4. Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung
  5. Integration und qualifizierte Zuwanderung

 

Aktivierung und Beschäftigungssicherung

Auf dem Arbeitsmarkt gewinnen immer mehr ältere Menschen an Bedeutung. Von 2005 bis 2009 ist die Zahl der Erwerbstätigen im Alter von 55 bis unter 65 Jahren um mehr als eine Million angestiegen. Personen im Alter von 60 bis unter 65 Jahren hat sich sogar von rund 20 Prozent auf ca. 40 Prozent verdoppelt. Durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre werden laut der Analyse der Bundesagentur für Arbeit bis 2025 rund eine Million Arbeitskräfte gesichert. In der Zukunft will die Bundesregierung ihr Augenmerk noch mehr auf die Integration Älterer in den Arbeitsmarkt legen. Sie tragen mit ihren Stärken bedeutsam zum betriebswirtschaftlichen Erfolg bei. Besonders durch ihre erworbene fachliche Kompetenz, ihr Erfahrungswissen und hohe Sozialkompetenz.

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Frauen gelten für Wissenschaftler und die Bundesagentur für Arbeit als das größte und am schnellsten zu aktivierende Potential im Bereich der fehlenden Fachkräfte in Deutschland selbst. Im Norden und Westeuropa wird dieses Kraft viel mehr genutzt. In Deutschland liegt die Erwerbstätigenquote von Frauen (im Alter von 20 bis 64) um rund 10 Prozentpunkte niedriger als die der Männer. Nur 55 Prozent der erwerbstätigen Frauen gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach. Damit belegt Deutschland hier den vorletzten Platz im EU-15-Vergleich. Doch viele Frauen würden in der Familienphase mehr arbeiten oder wären sogar gerne berufstätig. Ob alleinerziehende Mütter oder in Paarfamilien, die Bedingungen für eine Ausweitung oder Aufnahme des Berufslebens zu verbessern, ist ein großes Ziel verschiedener gesetzlicher Initiativen der Bundesregierung. 

Bildungschancen für alle von Anfang an

Ein langfristiges Ziel für mehr Fachkräfte ist die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Durch die sinkende Geburtenrate und anspruchsvollere Tätigkeiten ist es noch wichtiger geworden für alle Kinder und Jugendliche gleiche Bildungschancen zu generieren. Die Zahl an Schulabgängern geht zurück und doch sind es immer noch zu viele, die die Schule ohne Abschluss verlassen. Dadurch ist es für diese Personen nur sehr schwer möglich, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Das Bildungspaket unterstützt 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche, deren Eltern Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Sport, Musik oder andere kulturellen Aktivitäten sind so in den Bereich des Möglichen für sie gerückt. So stehen diese junge Menschen in der Zukunft hoffentlich der Gemeinschaft als Fachkräfte zur Verfügung. 

Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung

Qualifikation der Mitarbeiter spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg von Unternehmen. Daher ist es im eigenen Interesse jungen Menschen die Chance zu geben, eine gute Ausbildung zu erhalten. Und nach erfolgreichem Abschluss diese Kräfte durch Aufstiegschancen an das Unternehmen zu binden. Seit 2007 meldet die Bundesagentur für Arbeit einen Rückgang der gemeldeten Ausbildungsplatzberwerber um rund ein Viertel. Neben der Schulabbrecherquote muss auch die Abbrecherquote bei der Berufsausbildung deutlich gesenkt werden. Für eine gute Berufsausbildung ist eine gute schulische Ausbildung, sowie eine genaue Berufsberatung essentiell. Berufsorientierung und -beratung sind Pflicht der Arbeitsförderung, die flächendeckend durch die Arbeitsagenturen wahrgenommen werden. Weiterbildungsmöglichkeiten sind durch demografische Bedingungen ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den Fachkräftemangel geworden. Durch die steigenden Anforderungen ist es notwendig, sich stetig weiterzubilden, neues Fachwissen zu erlangen. Dabei geht es nicht nur um das Aktualisieren von Wissen, sondern auch, um Höherqualifizierungen. So kann eine Fachkräftebasis der Unternehmen gesichert werden. 

Integration und qualifizierte Zuwanderung

Menschen mit Migrationshintergrund sind in deutschen Unternehmen deutlich unterrepräsentiert. Grund dafür sind oft unzureichende sprachliche, schulische und auch berufliche Qualifikationen. Oder die fehlende Möglichkeit der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. Auch der Bund ist sich seiner Rolle als Arbeitgeber bewusst. Fachkräfte mit Migrationshintergrund könnten für Unternehmen durch ihre zusätzlichen sprachlichen und kulturellen Kompetenzen wertvolle Faktoren sein. Durch den demografischen Wandel will die Bundesregierung verstärkt auf qualifizierte Zuwanderung setzen, auch wenn die Nutzung und Förderung inländischen Potentials Vorrang hat.

 

 

 

 

 

Dienstfahrrad statt Dienstwagen

Dienstfahrrad statt Dienstwagen

Der Dienstwagen wird von tausenden Angestellten und Unternehmern täglich sowohl dienstlich und privat genutzt. Die Vorteile werden von Arbeitnehmern, -gebern, Unternehmern und Selbständigen gleichermaßen in Anspruch genommen. Dabei dient die Bereitstellung eines Dienstfahrzeugs nicht nur dem Zweck von A nach B zu kommen, sondern soll, als besondere Wertschätzung, den Mitarbeiter motivieren oder als Statussymbol dienen. Viele hierfür Verantwortliche investieren in die Auswahl des passenden Fahrzeugs genau so viel Zeit, wie in die Auswahl des passenden Mitarbeiters.

Doch vor allem in Städten, wo Parkplätze knapp und die Autos viele sind, bleibt immer häufiger der Wagen in der Garage stehen und Alternativen wie Fahrrad, E-Bike oder S-Pedelec stark gewinnen an Attraktivität.

Kein Wunder, die Vorteile solcher, alternativer Mobilitätskonzepte wie Dienstfahrrad statt Dienstwagen wissen immer mehr zu schätzen:

Aus Arbeitgebersicht

Besonders im Bereich Gesundheitswesen gibt es mehrere Gründe die für das Dienstrad sprechen. Wer den Weg zur Arbeit radelt, kommt fit und entspannt an. Fittere Arbeitnehmer gelten als ausgeglichener und leistungsfähiger als ihre Kollegen. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause kann man gleich den gesamten Stress und eventuellen Frust des Arbeitstages wegradeln. So kommt man ruhig und gelassen im Feierabend an. Das Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen zu leiden wird nachweislich bereits nach einer halben Stunde täglich auf dem Rad gesenkt. Der Krankenstand der Mitarbeiter kann somit für das Unternehmen gesenkt werden. Aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht Hochbelastungen wie wöchentliches Joggen das ultimative Gesundheitsplus ist, sondern regelmäßige Alltagsbewegungen zur gesunden Lebensweise beitragen.

Durch das entspannte Ankommen in der Arbeit erhöht sich gleichzeitig auch die Motivation des Mitarbeiters. Wenn das Unternehmen für das Dienstfahrzeug aufkommt, ist das ein Antrieb sich mehr und mehr mit dem Unternehmen zu identifizieren und motiviert und aktiv zu arbeiten. Mehr und mehr Firmen bieten ihren Mitarbeitern geleaste Fahrräder, anstelle des bisher bewährten Dienstwagens an. Ganz besonders hoch im Kurs stehen hier E-Bikes und Pedelecs.

Als großer Vorreiter ist in diesem Bereich ganz klar das Projekt E-Bike-City in Hannover zu nennen. Fast dreißig Unternehmen mit einer Zahl von ca. 500.000 Angestellten haben es sich zur Aufgabe gemacht so viel Mitarbeiter wie möglich für das Fahrrad zu begeistern und so 10.000 Elektroräder auf die Straßen der Stadt zu schaffen. Dabei ist bemerkenswert, dass schon innerhalb eines halben Jahres 6.000 E-Bikes anstelle von Autos den CO2 Ausstoß um 5 % senken können. Firmen, welche ihren Mitarbeitern Fahrräder als Dienstfahrzeug bieten, gelten als Zukunftsorientiert. Die Umwelt wird geschont, Mitarbeiter motiviert und die Gesundheit gefördert. Hinzu kommt, das Kosten für das Unternehmen eingespart werden können. So werden z.B. weniger Parkplätze benötigt, da der Bedarf sinkt. Diensträder bieten im Gegensatz zu Dienstautos die Möglichkeit, als flächendeckendes Konzept auch in große Unternehmen eingeführt zu werden. So kann jeder Mitarbeiter und nicht nur die Führungsebene von einem eigenen Dienstfahrzeug profitieren.

Aus Arbeitnehmersicht

Natürlich sind die gesundheitlichen Vorteile alle auch auf der Seite des Arbeitnehmers zu nennen. Denn ist man gesünder und fitter, spürt man die positiven Auswirkungen auch im eigenen Alltag. Dazu kommt, dass der Arbeitsweg noch aus einem weiteren Grund entspannter wird. Mit einem Rad ist es ganz leicht den Verkehr zu den Hauptstoßzeiten zu umgehen.

Dazu gibt es auch die Möglichkeit, neben dem Dienstrad gleichzeitig einen Dienstwagen von der Firma gestellt zu bekommen. Die Preisersparnis bei der Anschaffung eines Rads kann zwischen 20 – 50% je nach Steuerklasse/Bonus für jeden einzelnen Mitarbeiter liegen. Kleine monatliche Raten entlasten den Geldbeutel ebenfalls ungemein, da kein hoher Einmalbetrag anfällt. So kann man entspannt Monat für Monat einen kleinen Teil der Summe abbezahlen. Im Vergleich schneidet das Dienstrad um einiges günstiger als der Dienstwagen ab. Die Anschaffung kostet für ein Rad im Durchschnitt 15-30 € monatlich, der altbewährte Dienstwagen übersteigt diesen Betrag um das zehnfache. Man muss mit durchschnittlich 150-350 € im Monat rechnen. Hinzu kommt, dass die 1%-Regelung und nicht die Anzahl gefahrener Kilometer beim Dienstfahrrad in Kraft tritt. Um das Rad auch uneingeschränkt privat nutzen zu können gilt ebenso wie beim Dienstwagen, dass 1 % des Brutto-Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden muss. Außerdem wird das zu versteuernde Bruttoeinkommen um die Leasingrate und den Versicherungsbeitrag gesenkt.

Damit man das Rad in der Freizeit nicht alleine nutzen muss, ist es möglich, dass ein Mitarbeiter auch mehrere Räder erhält. So kann also die ganze Familie ein Rad über den Arbeitgeber erhalten und dem gemeinsamen Wochenendausflug steht nichts mehr im Wege. Immerhin findet sich vor fast jedem Café oder der Eisdiele in der Innenstadt noch ein Parkplatz für ein Rad.

Aus der Sicht des Umweltschutzes

Während der Nutzungsphase von Rädern gibt es keinen Emissionsausstoß. So können innerhalb eines halben Jahres 6.000 E-Bikes anstelle von Autos den CO2 Ausstoß um 5 % senken. Ebenso wird der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Fahrräder gegenüber Kraftfahrzeugen gesenkt. Firmen benötigen weniger versiegelte Flächen (Parkplätze) und die Lärmbelästigung wird drastisch reduziert.

Wie können solche Konzepte in der Praxis aussehen?

Man kann das Dienstfahrrad sowohl in ein ganzheitliches Sachleistungskonzept einbauen, aber auch als einzelnen Baustein nutzen und seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen. So ist es nicht notwendig noch weitere Sachleistungen im Unternehmen einzuführen. Das Dienstrad kann als optionales Angebot an den Mitarbeiter gesehen werden. Der Arbeitgeber hat die Option das Bike zu kaufen oder zu leasen. Anschließend wird es dem Arbeitnehmer zur Verfügung gestellt. Da dieser das Rad auch zu 100 % privat nutzen darf, ist es für ihn keine Pflicht, es für den Arbeitsweg zu verwenden. Nach dem Ablauf von drei Jahren (egal ob bei einem Kauf oder Leasing) ist es dem Mitarbeiter möglich, das Rad der Firma abzukaufen. In der Regel beträgt der Restwert ca. 10 % des Listenverkaufspreises.

E-Bikes als Dienstfahrrad

Räder mit einer elektrischen Motorunterstützung können in zwei Kategorien einteilen – Pedelec / E-Bike und S-Pedelecs. „E-Bike“ wird häufig auch als Synonym zu Pedelecs genutzt.

Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt den Fahrer beim Pedalieren mit einem Elektroantrieb (max. 250 Watt) bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Km/h. Es gilt rechtlich als Fahrrad und darf auf gekennzeichneten Fahrradwegen fahren. Es besteht keine Helmpflicht, eine Zulassung oder gar ein Führerschein ist nicht notwendig.

S-Pedelecs als Dienstfahrrad

Das S-Pedelec (schnelles Pedelec) als Dienstfahrrad funktioniert genauso wie ein normales Pedelec, allerdings wird der Fahrer vom E-Motor (max. 500 Watt) bis zu 45 Km/h unterstützt. Das S-Pedelec wird mit diesen Eigenschaften bereits als Kleinkraftrad klassifiziert, somit gelten folgende rechtliche Vorgaben:

Mit einem S-Pedelec müssen Sie auf der Straße fahren, mit der Ausnahme, der Radweg ist durch eine Beschilderung für motorisierte Zweiräder freigegeben, dieser liegt außerhalb einer geschlossenen Ortschaft oder der Motor ist ausgeschaltet.

Kurz gesagt:

  • Helmpflicht (§ 21a Absatz 2 StVGO)
  • Versicherungskennzeichen
  • Mofa-Prüfbescheinigung.
  • Straßenfahrgebot

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter

 

Die Alternative zur Alternative

Die Alternative zur Alternative

Wenn von der Gehaltserhöhung nicht viel übrigbleibt.

Eine Gehaltserhöhung hört sich im ersten Moment toll an und jeder freut sich. Beim Blick auf die Gehaltsabrechnung stellt sich dann die Ernüchterung ein. Betrachtet man den neuen Nettowert stellt man ganz schnell fest, dass gar nicht so viel übrigbleibt.

Sachleistungen sind eine vom Staat gegebene Alternative zur klassischen Gehaltserhöhung, bei denen oft nur geringe oder sogar gar keine Steuern anfallen. Dazu kommt, dass diese Mitarbeiter noch stärker an Ihr Unternehmen gebunden werden. Mit den über 20 Bausteinen lässt sich für jedes Unternehmen ein passendes Konzept erstellen, um das Vergütungssystem zu optimieren.

Wussten Sie, dass das Blumenbouquet von Ihrem Chef zu Ihrem Geburtstag ebenfalls ein Sachleistungsbaustein ist? Dies ist ein Baustein für besondere, persönliche Anlässe des Mitarbeiters und kann im Jahr mit bis zu 180 Euro vom Arbeitgeber bezuschusst werden. Und das ist nur ein Beispiel von vielen weiteren. Doch haben Sie sich im geheimen nicht schon öfter gedacht, dass das Geld an anderer Stelle als in Blumen besser investiert gewesen wäre?

Gibt es denn eine andere Art von Sachbezügen?

Hier kommt unsere Lösung ins Spiel. Unsere LOHNMANUFAKTUR-BONUSCARD gilt als universeller Gutschein und kann von Ihrem Unternehmen je nach Anlass individuell geladen werden. Die vom Arbeitgeber gewährten Sachleistungen werden je nach gewähltem Baustein als Guthaben auf die persönliche BONUSCARD des Mitarbeiters gebucht.

Das Finanzamt hat bestätigt, dass der Sachbezug mit der Aufladung sichergestellt ist. So kann mit der Karte an jeder Akzeptanzstelle von MasterCard bezahlt werden. Das Abheben von Geld wird bei dieser speziellen Art von Karte ausgeschaltet, um die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten. Somit können Sie also fast völlig frei entscheiden, was Sie sich von dem Präsent des Chefs zum Geburtstag gönnen wollen. Dies bietet für Mitarbeiter den Vorteil einer völlig anderen Bandbreite an Möglichkeiten. Sogar größere Anschaffungen sind möglich: einfach das BONUSCARD Guthaben mit den nächsten Aufladungen sparen.

Dazu kommt für das Unternehmen, dass mit der BONUSCARD ein einzigartiges Marketinginstrument geschaffen wird. Ein individuelles Kartendesign schafft Employer Branding bei jedem einzelnen Einkauf und weckt natürlich auch schnell das Interesse anderer. Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder beim Friseur, die Aufmerksamkeit ist einem gewiss.

Neugierig geworden? Dann kontaktieren Sie uns doch einfach, wir informieren Sie gerne und unverbindlich.

Es lohnt sich immer!

Es lohnt sich immer!

Sachleistungen nicht nur für Gehaltserhöhungen

Zu einer Gehaltserhöhung wird kaum jemand nein sagen. Doch noch besser wird es, wenn sowohl das Unternehmen, als auch der Mitarbeiter davon profitieren. Dabei geht es nicht nur um Gehaltserhöhungen, sondern um jegliche Zahlungsströme wie z.B. Sonderzahlungen. Das Einkommenssteuergesetz gibt Unternehmen mit Sachleistungen einen gewissen Spielraum, dass der Mitarbeiter so viel wie möglich von On-Top-Leistungen hat. Davon profitiert nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch der Arbeitgeber.

Und hier kommen wir ins Spiel. Die LOHNMANUFAKTUR ist ein spezialisierter Dienstleister für genau diese Optimierungen. Mit unserem Know-how entwickeln wir für unsere Kunden individuelle und ganzheitliche Sachleistungskonzepte. So integrieren Sie steuer- und sozialversicherungsfreie Entgeltbausteine rechtssicher und fast verwaltungsfrei in Ihr Lohn- und Gehaltssystem.

Die Ziele sind dabei:

  • Senkung der Lohnkosten
  • Stärkere Bindung und Motivation der Mitarbeiter
  • Einfachere Fachkräftebindung und Ausbau des Employer Brandings

Rechtliche Sicherheit durch unsere Expertise

Dabei spielt natürlich der rechtliche Rahmen eine maßgebliche Rolle. Um unseren Kunden mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können, gehört zu unserem Team auch eine ehemalige Betriebs- und Steuerprüferin. Durch diese Expertise stellen wir für unsere Kunden maximale Rechtssicherheit für die entwickelten Konzepte sicher.

Somit lohnt es sich für jedes Unternehmen, diese vom Staat zur Verfügung gestellten Vorteile zu nutzen. Denn wenn der Mitarbeiter und der Arbeitgeber gleichzeitig positive Resonanz geben können, kann das für das Unternehmen nur gut sein.

Und vielleicht gibt es bald eine Erholungsbeihilfe ganz ohne Steuer- und Sozialversicherungsabzüge für Sie als Arbeitnehmer.

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